Fleisch aus der Retorte

Niederlänische Wissenschaftler der Universität Eindhoven haben es geschafft künstliches Fleisch zu generieren. Dabei handelt es sich um geklontes Muskelgewebe, das jedoch noch untrainiert ist und somit nicht die gewohnte Struktur besitzt. Passenderweise wird es auch als “Soggy Pork” (sumpfiges Fleisch) bezeichnet. Man geht davon aus die Strukturellen Probleme binnen 5 Jahren gelöst zu haben und hofft, dass irgendwann Leute dieses Fleisch essen wollen. Hierfür arbeitet man an Verfahren, wie man das Fleisch “trainieren” kann, so dass es die gewohnte Struktur von Muskelfleisch gewinnt.

Mark Post, Professor an der Universität Eindhoven meint hierzu:

“This product will be good for the environment and will reduce animal suffering. If it feels and tastes like meat, people will buy it.

“You could take the meat from one animal and create the volume of meat previously provided by a million animals.”

Zur Herstellung dieses “Retorten Fleisches” wird einem lebenden Tier Zellgewebe entnommen und in eine Brühe aus anderen Fleischprodukten injiziert. Daraufhin vermehren sich die Zellen und bilden Muskelgewebe aus. Die Wissenschaftler glauben, dass man dieses Muskelgewebe in etwas ähnliches wie Steak verwandeln kann, wenn man einen Weg findet dieses auf künstliche Art und Weise zu trainieren.

Vegetarier-Gruppen (unter anderem Peta) begrüßen diese Nachricht, da es in ihren Augen keine ethischen Probleme mit diesem Produkt gibt, da hierfür weder Massentierhaltung, noch Schlachtungen notwendig sind. Auch wenn sich die Frage stellt, wie man garantieren will, dass es sich um künstliches und nicht um Fleisch aus Schlachtung handelt. Hierfür wäre mein Vorschlag einfach ein Label auf das künstliche Fleisch zu drucken, welches es eben als künstlich eindeutig ausweist.

Ein weiterer Vorteil des künstliches Fleisches wäre eine deutliche Verringerung des Ausstoßes des Treibhausgases Methan. Immerhin geht man davon aus, dass bis zum Jahr 2050 der Fleischkonsum verdoppeln wird und die Massentierhaltung ist für zur Zeit etwa 18% des weltweiten Treibhausgasausstoßes verantwortlich.

Stay Tuned

scal

Quelle:

Telegraph.co.uk

weitere interesaante Artikel:

Künstliches Fleisch – PETA stellt „In Vitro-Nuggets“ vor

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scal

21 Responses to “Fleisch aus der Retorte”

  1. Finde ich auch ziemlich gut! Dann muss es nach den “Form”schwächen nur noch billig werden, um ursprünglichem Fleisch Konkurrenz machen zu können – und _dann_ werden wir sicher Zeugen bombastischer Lobbyismuskampagnen -.-

  2. Ich denke, dass es wenn es in Massenproduktion bedeutend billiger sein wird, als herkömmlich produziertes Fleisch. Man braucht ja lediglich eine Nährlösung und etwas training, um es fit zu kriegen….

  3. Und auf die Lobbyarbeit der Bauernverbände und der Lebensmittelindustrie bin ich echt gespannt, wird bestimmt zu einem Kleinkrieg ausarten. Ich schätze den Bauern werden die Subventionen entzogen und echtes Fleisch wird dann ein Luxuxprodukt, ich muss gerade unweigerlich an diese eine Szene in Soylent Green denken, w sie Fleisch einkaufen und es da gerade ein einziges Stück von vielleicht 1KG Gewicht gibt…

  4. Wird wahrscheinlich ähnlich ausarten wie die Gen-Hysterie.

  5. Wahrscheinlich wäre Kunstfleisch noch gesünder, weil es keine belastete Nahrung oder Medikamente braucht. Sowas wird es aber wegen der Genhysterie in D wahrscheinlich zuletzt geben.

  6. Ich würd es trotzdem nicht essen.

    So als VEgetarier. Vermisse aber auch Fleisch nicht. Nichts was pflanzlicher Fleischersatz nicht auch könnte…

    Glaube auch das dieses Fleisch das gleiche Problem hätte wie die jetzigen Fleischersätze. Da gibt es ja wirklich genug die richtig wie Fleisch schmecken, aber trotzdem von Fleischfressern verschmäht werden da sei kein echt leidendes Tier sind.

    Fände es aber als Alternative gut. Glaube nur nicht das sich das wirklich durch setzen kann… Zumindest nicht solange noch Massentierhaltung erlaubt ist. Wenn die verboren wird und das andere Fleisch unweigerlich teurer wird könnte sich das gewachsene Fleisch als preiswerte Alternative vielleicht durch setzen. Und Fleisch ohne Massentierhaltung finde ich persönlich einen grossen Schritt in richtung besser…

  7. Grundsätzlich halte ich es für keine schlechte Sache, wenn Tiere nicht geschlachtet werden müssen. Andererseits bin ich kein blinder Technikjünger der Fraktion: “Die Wissenschaft macht alles besser”.
    Da möchte ich an Dinge erinnern wie die Bestrahlung von Kindern in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, weil künstliche UV Strahlung (das gesamte Band inkl. B) in hohen Dosen ist besser als Sonne. Die Idee war die Erkenntnis das es Vitamin D gibt und selbiges nicht unwichtig ist, das Ergebnis war natürlich das massive Auftreten von Hautkrebs. Oder die Erkenntnis, daß Vollkornprodukte vllt. eine gute Idee sind, nachdem man die Menschen mit immer reineren und weicheren Weißbrot-Derivaten vollgestopft hat. Es gibt noch wesentlich mehr Beispiele. Es bleibt abzuwarten was aus dieser Sache wird, aber ich werde eher kein “Early Adopter”. ;)
    Oder die in Deutschland durchgeführte und von der Zigarettenindustrie bewußt extrem getürkte “Studie” zur Unbedenklichkeit von Zigaretten. Ein Versuch mit Dauerbegasung von dutzenden Jugendlichen mit zum Teil asthmatischen Erkrankungen.

    Mich nervt der ganze Industrie-Fraß gewaltig. Wenn ich da nur an so lecker Sachen wie Milchpulver, Ei-Pulver und Rohproteinpulver aus Fleischresten denke …
    Keine Ahnung was ich hiervon nun halten soll. Ich lasse es wohl auf mich zu kommen und betrachte das ganze dann erneut. ^^

  8. “Da gibt es ja wirklich genug die richtig wie Fleisch schmecken, aber trotzdem von Fleischfressern verschmäht werden da sei kein echt leidendes Tier sind.”

    Verzeih, es tut mir echt leid wenn Du Dich nun von mir verfolgt fühlst … aber … das kann ich so nicht hinnehmen. ;)

    Es gibt mehr als genug äußerst sachliche Gründe gegen Massentierhaltung und auch einige gegen Fleischverzehr. Da muß man nicht mit dem Polemikhammer ausholen und sich etwas selbstgerechtes geben. Was um Himmelswillen denkst Du von Deinen Mitmenschen? Du glaubst ernsthaft eine signifikante Anzahl an Menschen beißt in ein Stück Fleisch mit dem Gedanken “Boah! Wie GEIL! Da hat so ein Vieh für richtig leiden müssen!”? Dir ist schon bewußt wie krank Deine Unterstellung ist? Was projizierst Du da bitte in Deine Mitmenschen? Sachliche Argumentation gegen Tierquälerei und Massentierhaltung erhalten sofort meine volle Zustimmung, sowie konstruktive und durchdachte Ansätze dies Stück für Stück abzubauen. Aber mit so Sprüchen verlierst Du zumindest bei mir ein gutes Stück Achtung. Verzeih die harschen Worte, aber das war schon militanter Mist .. und sowas stinkt mir in jeglicher Form.

  9. Also ich esse tierisches Fleisch, weil ich eben ein Allesfressergebiss habe und ich bis jetzt noch nichts passendes als Ersatz für tierisches Fleisch gefunden habe. Da dieses Kunstfleisch praktisch tierisches Fleisch ist, spricht rein gar nichts gegen dessen Verzehr. Solange der Geschmack und der Nährwert stimmt esse ich es…
    Um auf den neuen Diskurs von wintermute und GPSchnyder zu kommen, es gibt tatsächlich Horrorgeschichten nach denen Fleisch besser schmecken soll, wenn es mit Adrenalin vollgesaugt ist, soll vorallem beim Konsum von Hundefleisch wichtig sein. Angeblich schmeckt das Fleisch dann besser und ist zarter und deshalb werden die armen Tiere Stundenlang gejägt und gequält.
    Ne andere Frage die sich mir stellt ist was sagen die großen Religionen dazu? Ok das Christentum wird kaum Widerstand leisten, da es keine großartigen Regeln das Essen betreffend hat. Aber wie sieht es mit dem Judentum und dem Islam aus, die ja immer noch noch Schächten (die Tiere lebendig ausbluten lassen) müssen, so dass das Fleisch Koscher, bzw. Halal ist. Ist dieses Fleisch dann Fleisch im Sinne von Fleisch und darf dann nicht konsumiert werden, da man es ja gar nicht ausbluten lassen kann? Oder ist es nur ein anderes Nahrungsmittel, für das es dann keine Regeln gibt, ist immerhin ja noch ein tierisches Produkt, nur eben ohne Tier…

  10. Ich habe auch gerade Bilder von “Soylent Green” im Kopf. Unsere Nahrung ist ja eh schon völlig durchindustrialisiert, aber bei Fertigprodukten in Pulverform oder ähnliches fällt das besonders auf.
    Ich glaube, wenn der Preis stimmt, wird es schnell einen breiten Markt ausmachen. Immerhin ist es auch heute schon so, dass viele Nahrungsmittel ja nicht in ihrer ursprünglichen Form beim Verbraucher ankommen, sondern als Fertiggericht. Ich denke da gerade an Eier… und Fleischprodukte finden sich ja auch in allem Möglichen. Ob der McDreck-Burger mit Echt- oder Kunstfleisch gemacht wurde, dürfte unter den Geschmacksverstärkern untergehen.

    In der Sache muss ich GPSnyder recht geben: viele Nicht-Vegetarier wenden sich von Fleischersatzprodukten aus unsinnigen Gründen ab.

    Vor einiger Zeit verzehrte ein Gast in unserer WG einen Salat, in dem Stücke von Räuchertofu enthalten war. Er lobt offen Qualität und Geschmack des Fleisches. Als ihm mein Mitbewohner erklärte, dass es sich dabei um Tofu handelte, reagierte er mit Anwiderung und pickte das restliche Tofu aus dem Salat heraus.
    Wir waren ziemlich bestürzt.

  11. @jinxed, ok das Verhalten deines Gastes war ja absoluter Schwachsinn, Wenns schmeckt, schmeckt es einfach und Tofu ist ja nix schlimmes…

  12. Ist leider wirklich so. Bin ja Vegetarier und hatte schon mehr als einen Gast dem mein Essen geschmeckt hat bis das er erfahren hat das es Fleischlos, bzw. Fleischersatzhaltig ist.

    Und Wintermute. Ich unterstelle das nicht. Gerade meine Elterngeneration (50+) macht soche Aussagen durchgehend. Das hat nix mit Polemik zu tun. Ich habe nix gegen Leute die Fleisch essen, und ich missioniere auch nicht. Militant kann man mir nicht wirklich unterstellen, auch wenn du das, als anscheinend Unwissender natürlich so sehen musst.
    Und auch meine Generation (30+) kann damit nicht wirklich gut um gehen. Für die ist das nicht so ein Problem, ich bekomme nicht, wenn ich krank bin gesagt das ich mal was vernünftiges Essen soll, dan gehe das wieder aber trotzdem.
    Ach ja, und verfolgt fühle ich mich nicht, ich habe nichts gegen Inhaltsvolle Diskussionen :-)

    Zu Religionen. Judentum und Islam werden Probleme mit dem Fleisch haben. Christentum auch da es nicht von Gott geschaffen ist. Buddhismus weniger, da das Fleisch nicht auf ihre Anordnung getötet wurde.

  13. Mir schwant: ich umgebe mich mit handverlesenen Menschen. In meinem Umfeld gibt es keinen der aus purer Böswilligkeit oder um sich ein besonders testosteronschwangeres Image zu geben Fleisch isst. Auch sind alle Menschen die ich mehr als flüchtig kenne nicht von Tofu oder ähnlichem angewidert, nur weil es als Surrogat für Fleisch verwendet wird. Es fällt mir wirklich schwer zu glauben, daß ein Großteil meiner Mitmenschen so veranlagt sein soll. Ich kann mich durchaus zu den Misanthropen zählen, aber selbst mein Zynismus reicht nicht so weit und auch mein alles andere als gute Bild von der Menschheit als Ganzes deckt sich mit solchen Aussagen, da schreibe ich andere unschöne Dinge den Menschen zu. Sei es darum, ich nehme das mal so als Input auf.

    Meine Eltern und mein Lebensalter decken sich ungefähr mit Deinem, GPSchnyder. Jedoch kann ich Dir versichern das speziell meine Mutter eher Wert auf Lebensmittel abseits von Fleisch legt und in meiner Familie keiner empört den Tisch verlässt wenn selbiges fehlt oder durch etwas schmackhaftes ersetzt wird.

    Im Übrigen weiß ich nicht was ich von Vegetariern halten soll die einen FleischERSATZ brauchen. Die meisten argumentieren ja mit “mir fehlt gar nichts” … warum braucht man dann ein pflanzliches Produkt welches den Anschein erwecken will Fleisch zu sein? Ich bin im übrigen nach wie vor omnivore und kann es mit meinem Gewissen vereinbaren. Weder esse ich Fleisch mit dem Hintergedanken: “Hierfür mußte ein Tier leiden”, noch esse ich große Mengen Fleisch. Tatsächlich koche ich selbst am liebsten relativ traditionelle indische Küche. Inzwischen ist Fleisch in Indien kein Luxusprodukt mehr, aber ich denke es ist niemandem neu, daß Fleischverzehr in Indien “bis vor Kurzem” prozentual die Ausnahme war. Somit ist ein sehr großer Teil der indischen Küche fleischlos (Dal Gerichte machen den Löwenanteil aus).
    Warum erzähle ich das? Weil ich dies auch bei anderen näheren Bekannten in meinem Umfeld ähnlich erlebe. Ein paar bevorzugen exotische Küchen (auch wenn dies für Greens wieder ein rotes Tuch ist) und ernähren sich sehr bewußt. Bewußte Ernährung beinhaltet nun einmal ein ausgewogenes Nahrungskonzept welches nicht auf enorme Mengen an Fleisch setzt. Ich will damit sagen: mir sind neben einigen Vegetariern vor allem “Wenig-Fleisch-Esser” bekannt. Mir fällt gerade einer … nein, gelogen … zwei Leute aus einem Chat ein die einen Knall haben was Ernährung angeht. Und jemand bestimmtes der dies liest wird auch erraten wen ich meine. (Genau! Der Mann aus U. mit dem lokalen Nick und der braune Österreicher der uns endlich nicht mehr “beehrt” ^^ )

    Ganz ehrlich: Ich bin ein wenig überrascht bis schockiert, daß meine Beobachtungen und Erfahrungen sich nicht mit Euren decken.

    Jinxed muß ich was die “Preis bestimmt den Markt” Aussage anbelangt völlig recht geben. Wenn man bereits Pfannkuchen als Plastikflasche der Variante “just add water” (oder Milch?) kaufen kann, dann muß man sich schon fragen ob der Verbraucher noch richtig tickt. Oder der “leckere” Daim-Riegel der mit tierischen Rohproteinen hergestellt wird. (zur Erklärung: Nehmt industrielle Schlachtabfälle und löst sie in chemischer Suppe auf bis sich eine Proteinpampe ergibt -> davon rede ich, daß wird da mit reingekippt, muß man auch nicht mit “Zutaten: aufgelöste Schweine-Ohren” deklarieren, geht subtiler)

  14. “Im Übrigen weiß ich nicht was ich von Vegetariern halten soll die einen FleischERSATZ brauchen. Die meisten argumentieren ja mit “mir fehlt gar nichts” … warum braucht man dann ein pflanzliches Produkt welches den Anschein erwecken will Fleisch zu sein? Ich”

    Also ich esse Fleischersatz nicht wirklich weil ich Fleisch vermisse. Eher weil der Fleischersatz mir die Stoffe bietet die meinem Körper normal über den Verzehr von Fleisch hinzugefügt würden. Ich würde also sagen denke von denen am besten das sie sich gedanken über ihre Ernährung machen. Zumindest einige. Meist sind es übrigens die “militanten Vegetarier” die darunter leiden kein Fleisch mehr zu essen und nun meinen das die anderen auch leiden sollten.

    Bei mir wollt ich eigentlich nur zwei Wochen kein Fleisch essen, wegen Training. Hab nur nicht wieder damit angefangen. Richtig informiert warum man kein Fleisch mehr essen sollte habe ich mich erst nachher, was mir die Entscheidung nur leichter gemacht hat.

    Ausserdem esse ich gerne Würstchen, aber noch lieber seit dem ich weiß das für meine Würstchen kein Tier sterben musste.

    Ich muss dir übrigens Recht geben. Meine Mutter hat damit wirklich keine Probleme. Eher mein Vater und meine Schwiegereltern. Aber die Mutter da wohl auch eher weil sie glaubt das ich ihrer Tochter das Fleisch essen verbieten würde… Und empört den Tisch verlassen tun die auch nicht. Für die gibt es nur bei uns nie ein vollständiges Essen…

  15. Hallo zusammen,

    mir ist bewußt das ich mich mal wieder in die nesseln setzen werde;
    Man sollte sich mal bewußt machen wo sich die ganze spirale hindreht…
    “Warum gibt es überhaupt Massentierhaltung?”
    -Meiner Meinung nach, weil ne unmenge menschen denkt jeden tag ne unmenge tierische Fleisch- und Wurstprodukte fressen zu müßen…
    Man braucht nur ein paar generationen zurückzublicken, in der Zeit war es üblich das es nur einmal die Woche Fleisch gab (daher auch der Name Sonntagsbraten ;O) )…Im Herbst wurde die ein oder andere Biosau geschlachtet, verwurstet und die mußte dann das ganze jahr halten. Mir sind relativ wenig Fälle von Chlosterinüberschuß aus dieser zeit bekannt…ebenso wie Darmkrebsfälle.

    Versteht mich nicht falsch, ich esse Fleisch, achte aber darauf das es aus Weideschlachtung kommt (ohne lange transporte, schlachtung in einer dem Tier gewohnten umgebung)…
    In meinen Augen sind Vegetarier die Fleischersatzprodukte brauchen nicht wirklich ehrlich zu sich selbst und ihrem Körper.
    ESST FLEISCH, ACHTET DARAUF WO ES HERKOMMT…und seid glücklich…

    Diese Kunstfleischgeschichte jagt mir eisklate schauer über den rücken, bin ich der einzige der an Frankenstein denkt?
    Was kommt als nächstes nach Dosenwurst, Surimi und Kunstfleisch?
    Ich bin der Meinung nur weil die Wissenschaft etwas tun kann, muß sie es noch lange nicht tun…is glaubsch ne frage der ethik…

    So genug gemotzt und unbeliebt gemacht…
    bis bald
    Todtstelzer

  16. ach Carsten, als ob du dich noch unbeliebter bei mir machen könntest ;) . Jetzt mal ganz ehrlich es gibt schlimmere Meinungen zu diesem Thema…

  17. Ich kommentiere jetzt mal nur das Thema in keinem Bezug auf die Kommentare, da ich es mir ehrlich gesagt leid bin eine halbe Stunde zu lesen wo am Ende ja doch wieder nix Gescheites herauskommt ;)

    Hm, auf der einen Seite finde ich es natürlich eine tolle Sache, dadurch kann man im Prinzip unendlich Nahrung herstellen ohne auf die natürlichen Ressourcen angewiesen zu sein, bzw. weniger. Damit könnte man tatsächlich viel mehr Menschen ernähren und ein großes Problem der Menschheit wäre ja schonmal gelöst.
    Auf der anderen Seite jedoch drängen sich mir unwiderruflich die Erinnerungen an solche Geschichten wie Analogkäse und falsche Shrimps auf. Ich esse sehr gerne Fleisch, nennt mich ruhig einen was weis ich Perversen, allerdings dreht sich bei mir der Gedanke an künstlich hergestelltes Fleisch der Magen um. (Genau wie bei anderen falschen Lebensmitteln) Ich weis, dass es eigentlich völlig egal ist wie es hergestellt worden ist, es hat die gleiche Konsistenz und den Geschmack von Fleisch, und doch sagt mir meine innere Stimme, dass das nicht richtig ist.
    Kann durchaus sein, dass ich einfach Angst vor Neuem habe.
    Wenn ich schon so denke, dann werden es sicher auch viele Andere tun, sehr wahrscheinlich wird sich die Lebensmittelindustrie in zwei Lager spalten, “richtiges” Fleisch wird den gleichen Status wie Kaviar einnehmen.
    Mal schauen ;)

  18. Das Welternährungsproblem wird es eher nicht lösen, denn Du mußt dieses Produkt auch aus Rohstoffen erzeugen. Das Problem bei der Welternährung ist weniger die generelle Masse Nahrungsmitteln sondern der Wille und die sinnvolle Logistik. Auch wäre eine “Fleischdiät” nicht unbedingt physiologisch wertvoll. ^^

    Außerdem ist eines klar: wenn sich ein solches Produkt durchsetzt, dann weil es billiger und einfacher ist .. aber nicht weil es besser ist. Das einzig gute Argument für dieses Produkt ist für mich bisher der Aspekt der unnötigen Massentierhaltung.

  19. Die Frage ist ja auch noch wie das falsche Fleisch denn “trainiert” wird damit es eine für Fleisch normale Konsistenz bekommt. Da es Muskelfleisch ist ggf. über Strom? Würde die Kosten dafür wohl nicht senken, womit wir beim Problem wären. Ist es letztendlich wirklich billiger als echtes Fleisch?

    Und kann es überhaupt in kleinen Firmen her gestellt werden? Auch wenn sich das gruselig an hört? Denn wenn es nur in zwei, drei grossen Firmen pro Land hergestellt wird muss es ja auch wieder transportiert werden, was den Preis zusätzlich erhöht (was aber wohl über die Produktionsmasse aufgefangen wird). Von der Umwelt wollen wir jetzt mal nicht reden. Für die wäre es schon gut wenn es von der Firma zum Grosshändler und von da zum Händler gebracht wird und nicht erst ins Ausland gefahren wird zum schlachten.

    Massentierhaltung wäre imho wirklich das einzige Argument was da zieht, dann müsste es aber auch konsequent verboten werden. Also Fleischfabriken nur noch mit dem künstlichen Fleisch, nicht mit Tieren. Das wäre okay.

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