Die Welt von Necromunda

Necromunda Themenmonat

Teil 1: Die Welt von Necromunda
Teil 2: Necromunda – das Regelwerk
Teil 3: Necromunda – Miniaturen und Platten
Teil 4: Call of Kal Jerico – Necromunda Comics und Bücher

Necromunda ist ein unwirtlicher Ascheplanet im Segmentum Solar des menschlichen Imperiums. Riesige, turmähnliche Makropolstädte, die bis weit über die giftigen Wolkenschichten hinausreichen, dominieren diesen Indutsrieplaneten, der von seinem Ex- und Import lebt. Wirtschaftlich und politisch regiert wird Necromunda von sieben großen Adelshäuser, die in den Stadtspitzen domestizieren und den Handel zur Außenwelt kontrollieren.

Die örtlich und sozial angesiedelte “Mittelschicht” wird von sechs großen Industrie- und Handelshäusern geprägt, die zudem Kultur, Wohnraum und teilweise auch die Religion stiften. Es gibt dort keinen richtigen Wohlstand, aber es reicht zum Überleben.

Wer aus diesen Strukturen herausgefallen ist, sei es durch psychische oder körperliche Mutation, oder weil er bei einem der Häuser in Ungnade gefallen ist, verschanzt sich in der Unterwelt und versucht dort sein Glück. Diese Slums, bestehend aus Müllbergen, eingebrochenen Kuppelhöhlen und radioaktiven Schlammteichen, teilen sich kleine Gangs untereinander auf. Sie kämpfen um Territorien, Geld, Macht und Ansehen, um eines Tages vielleicht bis in die Kuppelspitzen aufzusteigen, um dort ein mondänes Leben zu führen.

 

 

Im Tabletop Spiel “Necromunda” stellt ihr solch eine Gang, die aus 3 bis 20 Mitgliedern besteht, wobei jedes Gangmitglied aus einer ca. 28mm hohen Zinnminiatur besteht. Es gibt unterschiedliche vorgefertigte  Kampfszenarien im Regelwerk, bei der man gegen andere Gangs antritt, und knüpft diese zu einer Kampagne zusammen.

Im Mittelpunkt steht das rundenweise Kämpfen mit meist schweren Waffen oder im Nahkampf, aber Necromunda hat auch ein leichtes Rollenspielelement. So hat man einen Gangbogen mit allen Charakteren, ihren Werten, Waffen und Fähigkeiten. Nach einem Szenario erhält man Geld, Erfahrung, stuft die Charaktere auf und gewinnt oder verliert Terrotorium. Allerdings wird dies nicht wie in einem Rollenspiel ausgespielt, sondern abstrakt ausgewürfelt, wobei viel Zufall, etwa beim Aufstufen, dabei ist. So entwickelt sich eure Gang von Spiel zu Spiel weiter. Mehr Details dazu in unserem zweiten Teil der Serie, in der ich mir das Regelwerk genauer anschaue.

“Necromunda” wird vertrieben von Games-Workshop, einem englischen Anbieter, der am bekanntesten ist für Warhammer 40.000. “Necromunda” spielt auch in dieser Pulp Sci-Fi Welt, ist aber regeltechnisch und inhaltlich von ihr getrennt, so daß man Warhammer 40.000 nichtzwingend kennen muß. Wer also keine Orks oder Dämonen in seinem SF-Spiel haben will kann sich durchaus Necromunda anschauen, da wie gesagt nur Kämpfe zwischen Gangs behandelt werden. Mit Hausregeln könnte man aber die Rassen von Warhammer einbinden.

 

 

Vom Spielgefühl her fühlt man ich am ehesten an Mad Max unter der Erde (“Donnerkuppel”) erinnert: obwohl es in der Zukunft spielt ist es mehr post-apokyliptisch als glänzender High-Tech. Zwar gibt es mal einen Bio-Arm oder einen Hirn-Chip, aber dies steht nicht im Vordergrund. Die Makropolstädte auf Necromunda sind zwar stark bevölkert und industrialisiert, aber das ganze Setting ist so von Schmutz, Dreck und Abfällen dominiert, als ob eine große Bombe mal eingeschlagen hätte. Die Kämpfe spielen sich in unterirdischen Kuppeln ab, die durch Gänge verbunden sind. Erdbeben lassen sie zum Einsturz bringen oder öffnen wieder neue Gänge. Wie in einem Goldrausch wird bei Entdeckung neuer Territorien der Müll durchsucht nach wertvollen Maschinen oder Artefakten. Oder man legt sich eine Pilz- oder Schleimfarm mit Wasserdestillation an, um zu überleben. Von daher ist das Setting von Necromunda schon sehr einzigartig und erlaubt es sich ganz auf die Kämpfe zu konzentrieren.

In den nächsten Teilen gehe ich dann noch auf die Regeln, Figuren, Kaufmöglichkeiten und Comics sowie Romane ein. CU Chummers!

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Ganta

3 Responses to “Die Welt von Necromunda”

  1. Eigentlich bin ich ja noch krank geschrieben, aber konnte euch ja nicht noch länger hängen lassen ;)

  2. SO gings mir vor 2 Wochen auch, aber man kann ja auch krank schreiben… wäre ja traurig, wenn man selbst das nicht mehr mit nem gelben dürfte…

  3. Übrigens geiler Artikel, wenn die GW Spiele nicht immer so extrem teuer wären, wäre es ja schon die Investition wert.

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